Mit gleich drei Spielern, die sehr weit von Chemnitz entfernt wohnten, trat der CFC die vergangene Saison an. So war es unheimlich schwer, das Team zu einer schlagkräftigen Einheit zu formen. Dann rutschte die Mannschaft durch einen Gegentreffer von St. Pauli in letzter Minute auf den neunten Rang ab. Erste Ursache für dieses Abschneiden war die Offensivschwäche.
Bei 2 Punkten und 0:21 Toren sieht es nicht zwangsläufig danach aus. Doch 16 der 21 Gegentreffer kassierten die Sachsen in den Spielen gegen Stuttgart und Dortmund. „So fehlte in knappen Partien das Tor, um einmal auf die Siegerstraße zu kommen. Und gewinnst Du einmal, läuft ja gleich vieles besser. So blieben wir unter unseren Möglichkeiten,“ erläutert Trainer Michael Falb die Ergebnisse seines Teams. Nach der Saison verließen die drei Gastspieler Bachmann, Thome und Draheim den Chemnitzer FC. Dennoch ist das Team rundum gut besetzt. „Wir haben auch einige Zugänge. Ob die aber spielen werden können, weiß ich noch nicht. Da müssen wir erstmal die ersten Schritte machen,“ erklärt Falb vorsichtig. „Eine Mannschaft können wir immer stellen,“ versichert er. Seit September verfügt das Team ebenfalls über eine Bandenanlage. Dies wird dazu beitragen, dass auch einmal die ersehnten Heimspiele stattfinden können. Bislang müssen die Sachsen immer reisen. In Chemnitz herrscht durchaus eine Art Aufbruchstimmung. „Vielleicht können wir im März selber mal was machen,“ sagt der Coach, „und gegen Berlin würden wir gern auch noch spielen.“ Weite Reisen nimmt die Mannschaft gern in Kauf, wenn mehrere Spiele am Zielort stattfinden. So wird der CFC sicherlich Partner finden, mit denen das neu formierte Team Spielpraxis für die Saison 2010 sammeln kann. „Letzter werden wir auf jeden Fall nicht,“ sagt der neue Trainer und begründet: „Ich mache das Training etwas anders als bisher. Ich habe gesagt, das ist hier kein lari-fari.“ Denn der Hauptverein Chemnitzer FC stärkt dem Blindenfußball-Team enorm den Rücken. So dürfen wir hoffen, dass im kommenden Jahr ein anderes CFC-Team auf dem Platz steht als bisher. Vom Ligavorstand wünscht sich Michael Falb die Einführung eines einheitlichen und vernünftigen Kopfschutzes. „Jeder läuft mit irgendwas rum. Das schützt nicht immer und sieht oft nicht so gut aus,“ erklärt der Coach, der mit frischen Eindrücken zu dieser Meinung gelangt. Und der Kopfschutz ist tatsächlich eine Geschichte, die man bisher hat laufen lassen nach dem Motto: Hauptsache, es ist einer da. Der neue CFC-Trainer und sein Team vermitteln den Eindruck, die Mannschaft ist im Kommen. Strukturell und personell hat sich einiges getan. Wenn sich in einzelnen Teams etwas bewegt, wird dies letztlich den gesamten Blindenfußball beflügeln.