LoginPresseImpressum
Tag des Blindenfußballs
Verfasst von Sebastian Schäfer am 22 April, 2010

Wenn der Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude in Berlin Bühne einer Veranstaltung ist, für welche Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel die Schirmherrschaft übernommen hat, muss es sich um etwas Besonderes handeln! Nur die Wenigsten würden wohl im ersten Moment damit rechnen, dass eben jene Veranstaltung nicht nur eng mit dem Blindenfußball verknüpft ist, sondern gar ausschließlich dem rasselnden Leder gewidmet sein wird. Der Blindenfußball, welcher seit 2006 in Deutschland eine rasante Entwicklung genommen hat und demnach nicht aus ungefähr die mittlerweile größte europäische Blindenfußball-Liga entstehen hat lassen, erfährt am 20. Mai 2010 im Rahmen des Tags des Blindenfußballs in Berlin auf diese Weise die entsprechende Würdigung.

Von 10:00 Uhr an rollt der Ball vor dem Westportal des Reichstags, um neben der politischen Prominenz auch Berlinern und Berlinreisenden demonstrieren zu können, welche Faszination vom Blindenfußball in Deutschland ausgehen kann. Die sportlichen Leistungen der blinden und sehbehinderten Spieler sollen in diesem Rahmen entsprechend gewürdigt werden und ihre verdiente Anerkennung erfahren. Der Tag des Blindenfußballs wird von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert eröffnet und soll einer breiten Öffentlichkeit zeigen, dass der Blindenfußball in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Eingebettet in die Veranstaltung ist ein Länderspiel der Deutschen Blindenfußball-Nationalmannschaft unter der Leitung von Uli Pfisterer. Gegner an diesem Tag soll ab 14:30 Uhr die Türkei sein. Für die Deutsche Mannschaft, welche in diesem Jahr nicht an der in England stattfindenden Weltmeisterschaft teilnehmen wird, stellt diese Begegnung einen weiteren hilfreichen Test dar, um nicht nur internationale Erfahrung zu sammeln, sondern um zugleich einen weiteren Trainingsschritt in Richtung Qualifikation für die Paralympics in London 2012 gehen zu können. Der Tag des Blindenfußballs zeigt, dass diese Sportart längst nicht mehr lediglich eine Freizeitbeschäftigung für blinde und sehbehinderte Sportler ist, sondern vielmehr, dass mehr und mehr begonnen wurde das Interesse der breiten Öffentlichkeit zu wecken. Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, dem Blindenfußball zu mehr Popularität in Deutschland zu verhelfen. Verantwortlichen, Mannschaften und Spielern zeigt er zugleich, dass in der Vergangenheit vieles richtig gemacht worden ist und man an dieser Stelle zu Recht stolz auf Geleistetes sein darf.

 

--- Der Flyer zum herunterladen ---